Amt Jarmen-Tutow

Gesprächskreis Jarmen - per Telefonkonferenz

 

Liebe Freunde des Gesprächskreises Jarmen,

 Kunst:Offen findet in diesem Jahr auf Abstand statt. Für unseren inzwischen 4. Beitrag in der Form der Straßengalerie Kiek an, Jarmen bedeutet das eigentlich kein Problem, wie es Stefan Hoeft zuletzt im Nordkurier geschrieben hat (https://www.gespraechskreis-jarmen.de/nordkurier/). Allerdings müssen wir 2020 leider auf die Vernissage in großer Gemeinschaft verzichten, und wir veranstalten sie als (krisenveranlasst vielleicht letzte) Telefonkonferenz.

Den Eröffnungsvortrag hält Pfarrer Rainer Neumann, Vorsitzender der Fördergesellschaft des Pommerschen Landesmuseums. Sein Thema schlägt eine Brücke zwischen Kunst in der Krise und Kunst im Krieg, ein Erinnerungsposten in diesen Tagen mit mehrfachem Bezug. Es geht beispielhaft um die Auslagerung von Kunstwerken aus dem Dom Sankt Nikolai Greifswald als Schutz vor Bombenangriffen. Das Plakat zur Veranstaltung des Gesprächskreis (s. Anlage) zeigt einen Ausschnitt aus dem Portrait von Tiburtius Rango, dem größten Gemälde im Dom, das mit den Schnitten in der Leinwand, die auf dem Rücktransport entstanden und bis heute nicht behoben sind, uns fast mahnend seine Blessuren aus Zeiten des Krieges zeigt.

Der Referent führt mit diesen Worten in seinen Vortrag und die Abbildungen (s. Anlage) ein: "Die Anordnung zum Schutz von Kunst- und Kulturgut vor Vernichtung durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg kam 1942 direkt aus der Reichskanzlei in Berlin. Kirchenausstattung, Bibliotheken und Sammlungen wurden auf weniger bombengefährdete Orte auf dem Land ausgelagert. Für den Greifswalder Dom betraf dies alle Bilder und auch die umfangreiche Bibliothek des Geistlichen Ministeriums mit Beständen aus dem Mittelalter. Der Dom war über viele Jahre ohne Bilder und Epitaphien. Der Vortrag wird die Schwierigkeiten der Auslagerung, die Provisorien und die Rückführung unter Nachkriegsverhältnissen beleuchten. Der Vortrag wird außerdem einen Blick auf den Croy-Teppich der Greifswalder Universität lenken sowie auf die Auslagerung der barocken Orgel von St. Marien in Stralsund. Der Croy-Teppich wurde gerade noch vor Eintreffen der Roten Armee aus dem Auslagerungsort Schloss Karlsburg evakuiert, in Stralsund entstanden dagegen sehr große Schäden an der Orgel von St. Marien. Im Greifswalder Dom Sankt Nikolai entstand ein bis heute sichtbarer Schaden am größten Bild, das dringend der Restaurierung bedarf."

Herzliche Einladung zu diesem Vortrag und zu Kunst:Offen 2020 in Jarmen, der Straßengalerie, für die der Rotaryclub Greifswald-Hiddensee das Banner "Kiek an, Jarmen!" gespendet hat.

 

Mit besten Grüßen

Hans Metelmann

 

 

www.gespraechskreis-jarmen.de/aktuell/

 

 

 

 

Programminfo Anlage

Beginn

28.Mai

 

 

Wir bitten alle Veranstalter um Mitteilung von Veranstaltungen in der Region, möglichst mit Programminformationen.